Praktiker und Angehörige berichten über verschiedene Methoden, Erfahrungen und Vorgehensweisen im Bereich der unterstützten Kommunikation bei Kindern mit Autismusspektrumstörung / tiefgreifenden Entwicklungsstörungen.
Einen besonderen Gast erwarten wir aus dem Bereich der Gestützten Kommunikation!
Sie erhalten Antworten auf Fragen, wie z.B.: “Was ist unterstützte Kommunikation? Welche Methode ist sinnvoll? Was ist dabei zu beachten?”
Gäste:
- Frau Posehn, AAC-Praxis für Kommunikationsförderung
- Frau Sellin, Gestützte Kommunikation
- Die Jungs von Tentable, Multitouchsystem zum Ausprobieren
Ort:
Das ElternCafé findet statt bei:
Schartmann-Taubner GbR
Neue Schönholzer Str. 12
13187 Berlin-Pankow
Nach nunmehr knapp 1,5 Jahren Elternprotest, der andauernden Mobilisierung von Medien, Nachrichten, Politik etc. verkündet der Berliner Bildungssenator Prof. Dr. Zöllner am 11. Juni 2009 im Berliner Parlament:
Dass es in Berlin weiterhin Schulhelfer an Förderzentren geben wird, ist das Ergebnis eines kräftezehrenden Protestes, den eine Gruppe betroffener Eltern verschiedener Vereinszugehörigkeiten gemeinsam gestaltet hat.
Das Elternzentrum Berlin e.V. dankt allen TeilnehmerInnen des Protestes, aber auch und besonders allen Nicht-Betroffenen, die unseren Protest unterstützt haben: Familienangehörigen, Freunden, engagierten Journalisten und Politikern.
Herzlichen Dank an alle! Nun hoffen wir auf eine lückenlose und reibungslose Umsetzung der Neu- und Folgeanträge für Schulhelfer zum neuen Schuljahr.
NACHTRAG 30. Juni 2009:
Wie sich jetzt herausgestellt hat, wurde der Bedarf und daraufhin das Budget für die Schulhelfer von autistischen Kindern und Jugendlichen anhand viel zu geringer Fallzahlen erhoben. Statistische und offensichtlich nicht neu erfragte bzw. geprüfte Zahlen wurden zugrunde gelegt. Das dürfte zur Folge haben, dass es einen erheblichen Mehrbedarf ab dem neuen Schuljahr geben wird, für den dann keine Gelder eingeplant sind.
Alleine die Anzahl der Kinder mit Förderschwerpunkt Autismus wurde noch vor 2 Jahren mit ca. 450 beziffert, heute können wir davon ausgehen, dass diese Zahl wesentlich höher als 450 liegt. In der Statistik des Senats befinden sich zu unserer Verwunderung aber immer noch trotz unserer mehrfachen Hinweise auf die falschen Zahlen - nur 216 Kinder mit diesem Förderschwerpunkt.
Auch wenn selbstverständlich nicht alle Kinder mit dem Förderschwerpunkt Autismus einen Schulhelfer brauchen, ist es dennoch wichtig, mit korrekten Zahlen zu arbeiten, denn der anteilige Bedarf wird proportional zu dieser Zahl steigen.
Der Senat hat wohl reagiert, jedoch wenig zeitgerecht. Angekündigte neue Erfassungsbögen sollen erst in Zukunft korrekte Zahlen liefern. Diese nützen nun allerdings nichts mehr für den vor der Tür stehenden Schuljahresbeginn am 31. August 2009.
Wir fordern umgehend eine realistische Budgetierung anhand korrigierter und realistischer Zahlen!
Das Elternzentrum Berlin e.V. unterstützt diese Resolution uneingeschränkt!
Berlin, den 12. Juni 2009 Resolution gegen den Sparwahn in Pankows Sonderschulen
Wir Elternvertreter der Schulen mit den sonderpädagogischen Förderschwerpunkten „Geistige Entwicklung“ und „Körperlich-motorische Entwicklung“ im Bezirk Pankow protestieren mit dieser Resolution entschieden gegen die an unseren Schulen geplante Streichung der therapeutischen Fördermaßnahmen.
An unseren Schulen sind Therapeutinnen und Therapeuten tätig, die beim Gesundheitsamt Pankow angestellt sind und in enger Zusammenarbeit mit Lehrern und Eltern die Entwicklung unserer Kinder unterstützen. Diese Einzelförderung ist, wie in allen anderen Berliner Bezirken auch, unverzichtbarer Bestandteil des Bildungsauftrags unserer Schulen und trägt wesentlich zu schulischer und gesellschaftlicher Integration unserer Kinder bei.
Der Bezirk Pankow plant nun aufgrund der Sparvorgaben des Landes Berlin, die Therapeuten und Therapeutinnen aus unseren Schulen ersatzlos abzuziehen. Diese Sparmaßnahme würde dazu führen, dass der integrative Ansatz unserer Schulen nur noch ungenügend erfüllt werden könnte und unseren Kindern ein wesentliches Element ihrer individuellen Förderung genommen würde.
Wir empfinden diese Kahlschlagpläne als den unverhohlenen Versuch, zulasten von Kindern mit Behinderungen die Sanierung des Bezirkshaushaltes zu betreiben.
Wir empfinden die vorgeschlagene Streichung der Therapeuten-Stellen als eine Bankrotterklärung der Politik an ein integratives Schulsystem.
Wir können nicht nachvollziehen, dass ein solcher Vorschlag ernsthaft diskutiert und zugleich Bildung als wichtigstes Zukunftsthema in unserem Land benannt wird.
Wir werden nicht zulassen, dass unsere Kinder und Schulen wegen der augenscheinlichen politischen Handlungsunfähigkeit von Bezirk und Senat an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden!
Wir Eltern fühlen uns in unseren Bemühungen, in enger Zusammenarbeit mit den Schulen eine positive Entwicklung unserer Kinder zu erreichen, vom Berliner Senat und der Pankower Bezirkspolitik im Stich gelassen.
Wir fordern von der Senatorin für Gesundheit, die jahrelange Untätigkeit ihres Hauses auf diesem Gebiet zu beenden und gemeinsam mit den Bezirken konstruktive Lösungsvorschläge zu entwickeln!
Wir fordern eine individuelle und optimale Förderung für unsere Kinder – nicht mehr und nicht weniger steht uns und unseren Kindern zu!
Wir verlangen von allen politisch Verantwortlichen im Bezirk und auf Landesebene, den Plänen des Bezirksamtes Pankow die Zustimmung zu verweigern und die beabsichtigte ersatzlose Streichung der Therapiemaßnahmen an unseren Schulen unverzüglich zurückzunehmen !
Elternvertretung der „Helene-Haeusler-Schule“, Berlin Pankow
Elternvertretung der „Marianne-Buggenhagen-Schule“, Berlin Pankow
Elternvertretung der „Biesalski-Schule“, Berlin Steglitz-Zehlendorf
Elternvertretung der „Panke-Schule“, Berlin Pankow
Elternvertretung der „Arno-Fuchs-Schule“, Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf
Elternvertretung der „Johann-August-Zeune-Schule“, Berlin Steglitz-Zehlendorf
Elternvertretung der „Schule am Bienwaldring“, Berlin Neukölln
Elternvertretung der „Steinwald-Schule“, Berlin Tempelhof-Schöneberg
Elternvertretung der „Marianne-Cohn-Schule“, Berlin Tempelhof-Schöneberg
Bezirkselternausschuss Pankow, BEA Lichtenberg
Kontakt für Rückfragen: Severin Höhmann, Mobil: 0170/5816216, Mail: severinhoehmann [AT] yahoo [PUNKT]de